20.03.2026/ DE
FCI-Standard Nr. 369
CONTINENTAL BULLDOG
URSPRUNG: Schweiz
DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN
OFFIZIELLEN STANDARDS: 11.02.2026.
VERWENDUNG: Begleithund, Familienhund.
KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer
Molosser – Schweizer
Sennenhunde
Sektion 2.1 Molossoide - Doggenartige
Hunde Ohne Arbeitsprüfung
KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS: Das Ziel war einen
mittelgroßen Bulldog zu schaffen. Die Kreuzungen mit englischen
Bulldogs und Old English Bulldogs zeigten jedoch bald, dass das
Programm schlussendlich auf die Schaffung einer neuen Rasse
hinauslief, die dem ursprünglichen Typ des Bulldogs nahekommt.
Zwecks klarer Abgrenzung zum English Bulldog, wurde für die
neue Rasse der Name „Continental Bulldog“ gewählt.
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD: Ein kurzhaariger,
athletisch gebauter, mittelgroßer, fast quadratischer, bulldogartiger
Hund. Trotz seines kräftigen Körperbaus ist der Continental Bulldog
beweglich und ausdauernd, auch bei raschem Trab oder Galopp soll
er geräuschlos atmen. Sein Gewicht bewegt sich ungefähr zwischen
20 – 30 kg je nach Größe. Rüden und Hündinnen sollen deutliches
Geschlechtsgepräge haben.
WICHTIGE PROPORTIONEN:
Widerristhöhe: Brusttiefe 2:1
Widerristhöhe: Körperlänge 1:1.2
Widerristhöhe: Länge von Widerrist bis Rutenansatz 1:1
Diese Masse und Proportionen sind als Richtlinien zu verstehen,
maßgebend ist immer der Gesamteindruck eines Hundes, der
Bulldog-Typ muss gewahrt werden.
FCI-St. N° 269 / 20.03.20263
VERHALTEN/CHARAKTER (WESEN): Aufmerksam,
selbstsicher, freundlich, weder aggressiv noch scheu.
KOPF
OBERKOPF: Der Kopfumfang vor den Ohren gemessen sollte die
Widerristhöhe nicht um mehr als 10% übertreffen. Von vorne
gesehen erscheint der Kopf annähernd quadratisch mit einer leichten
Ausbuchtung der Jochbogen.
Schädel: Die Stirnpartie ist flach bis leicht gewölbt. Stirnfalten
vorhanden aber wenig ausgeprägt. Vom Stopp ausgehend verläuft
eine breite, eher flache Stirnfurche bis zur Schädelmitte.
Stopp: Deutlich ausgeprägt aber ohne tiefe Einbuchtung.
GESICHTSSCHÄDEL:
Nasenschwamm: Breit, Nasenlöcher groß und gut geöffnet.
Nase stets vollständig schwarz.
Fang: Breit, von vorne gesehen annähernd quadratisch. Der
Nasenrücken ist gerade, weder aufgebogen noch abfallend.
Verhältnis zur gesamten Kopflänge 1:3 (Toleranz 1:4). Nicht zu
dicke Hautfalten beidseits des Nasenrückens. Unterkiefer inkl. Kinn
breit und kantig. Bei geschlossenem Fang weder Zunge noch Zähne
sichtbar. Deutliches Kinn, vorne nicht verdeckt durch die
Oberlefzen.
Lefzen: Sie sollen dick sein. Pigmentierung am Rand gut
geschlossen und möglichst vollständig. Die Lefzen des Oberkiefers
sollen den Unterkiefer seitlich vollständig überlappen. Lefzen des
Unterkiefers möglichst anliegend.
Kiefer/Zähne: Vorbiss ideal 1-5 mm, Toleranz bis zu 10 mm,
Zahnleisten im Ober- und im Unterkiefer gerade und parallel. Zähne
kräftig. 6 regelmäßig gestellte, gut entwickelte Schneidezähne
zwischen den breit auseinander platzierten Eckzähnen. Fehlen der
PM1 erlaubt, M3 werden nicht beachtet. Ein vollzahniges Gebiss ist
anzustreben.
Backen: Straff und gut gerundet.
FCI-St. N° 269 / 20.03.20264
AUGEN: Rund, nach vorne gerichtet, weit auseinander liegend.
Weder eingesunken noch hervorstehend. Gut anliegende, möglichst
voll pigmentierte Augenlider. Beim geradeaus schauenden Hund
soll kein Weiß (Sclera) sichtbar sein. Iris dunkelbraun.
OHREN: Hoch angesetzt, klein und dünn; der Ohrenansatz bildet
mit der oberen Schädellinie eine Gerade. Entweder Rosen- oder
Klappohr ist erlaubt.
Rosenohr: d.h. auf der Rückseite nach innen gefaltet und
zurückgelegt, der vordere Ohrenrand fällt nach außen und hinten,
das Innere der Ohrmuschel ist teilweise sichtbar.
Klappohr: bei Aufmerksamkeit nach vorne gekippt, so dass die
Ohrenspitze ungefähr auf der Höhe des äußeren Augenwinkels liegt.
In der Ruhe seitlich am Kopf anliegend.
Alle anderen Ohrenformen sind als Fehler zu betrachten.
HALS: Recht kurz und kräftig, aber nicht so kurz, dass der Kopf
anscheinend direkt auf den Schultern sitzt. Gut gewölbte
Nackenlinie. Wenig Hautfalten im Bereich der Kehle sind erlaubt.
KÖRPER: Der Widerrist liegt nur unbedeutend höher als die
Lendenpartie. Obere Profil Linie: So gerade wie möglich.
Widerrist: Die Rückenlänge, vom Halsansatz bis zur Rutenwurzel,
entspricht der Widerristhöhe.
Rücken: Kurz und kräftig.
Lenden: Von oben gesehen nur unwesentlich schmaler als die
Brustpartie. Kruppe: Leicht abfallend.
Brust: Brusttiefe bis zu den Ellbogen reichend, entspricht bei idealen
Verhältnissen ½ der Widerristhöhe. Rippen gewölbt und Brustkorb
geräumig.
Untere Profillinie und Bauch: Bauch mäßig aufgezogen.
RUTE: Tief angesetzt, kräftig, am Ansatz dick und sich allmählich
verjüngend. Rundum dicht behaart, aber ohne Fransen.
Idealerweise bis zu den Sprunggelenken reichend. Gerade oder
leicht gebogen. In der Ruhe hängend, in der Bewegung angehoben,
aber nicht über den Rücken gerollt getragen.
FCI-St. N° 269 / 20.03.20265
GLIEDMASSEN
VORDERHAND:
Allgemeines: Läufe auch von vorne gesehen gerade, stämmig und
stark. Schulter: Breit, schräg und gut bemuskelt. Das Schulterblatt
soll fest am Brustkorb anliegen.
Oberarm: Gut am Körper anliegend und gute Winkelung zum
Schulterblatt. Ellenbogen: Fest am Körper anliegend;
Unterarm: Kurz und kräftig, nur wenig schräg.
Vorderpfoten: Dick und geschlossen, weder nach innen noch nach
außen gedreht. Die Krallen sind kurz und dunkel gewünscht.
HINTERHAND:
Allgemeines: Hinterläufe starkknochig und gut bemuskelt, von
hinten gesehen parallel.
Kniegelenk: Gut gewinkelt, weder nach innen noch nach außen
gedreht. Sprunggelenk: Gut gewinkelt, weder nach innen noch nach
außen gedreht. Hintermittelfuss: Kurz und stark.
Hinterpfoten: Dick und geschlossen, weder nach innen noch nach
außen gedreht. Die Krallen sind kurz und dunkel gewünscht
GANGWERK: Regelmäßige, flüssige Bewegungen, guter
Vortritt, raumgreifender Schub.
HAUT: Elastisch ohne Faltenbildung am Körper und Läufen.
HAARKLEID:
Haar: Deckhaar kurz, dicht, glatt, glänzend, nicht borstig.
Unterwolle kurz, dicht und fein. Fehlende Unterwolle
gestattet.
Farben: Falb (alle Schattierungen von sandfarben bis rot),
gestromt, schwarz; diese Farben mit oder ohne begrenzte,
mittlere, starke weisse Abzeichen, oder dunkler Maske sind
gestattet. Ebenso weiss, mit oder ohne Abzeichen in den
erlaubten Farben.
Ein bestimmtes Fleckenmuster wird nicht angestrebt. Alle
anderen Farben und Farbkombinationen sind nicht gestattet.
FCI-St. N° 269 / 20.03.20266
GRÖSSE UND GEWICHT:
Widerristhöhe: Rüden: 42-50 cm Hündinnen: 40-48 cm
Gewicht: Rüden: 30 kg Hündinnen: 25 kg
FEHLER:
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler
angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum
Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die
Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist.
• Zu wenig Bodenabstand
• Kopfumfang übersteigt die Widerristhöhe um 10 – 20%
• Schwach entwickelte Zähne
• Vorbiss 11-15 mm
• Ungleich getragene Ohren
• Kurz und / oder leicht deformierte Rute
• Wenig dichte Behaarung
• Über- oder Untergrösse (Innerhalb der Toleranz) beim
sonst korrekten Hund
• Passgang oder über den Boden schleifende Pfoten.
SCHWERE FEHLER:
• Kopfumfang übertrifft die Widerristhöhe um mehr als 20%
• Über die Stirnhöcker lappende Hautfalten
• Zu große Nasenfalte
• Stehoren
DISQUALIFIZIERENDE FEHLER:
• Aggressive oder übermäßig ängstliche Hunde.
• Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten
oder Verhaltensstörungen aufweisen.
• Atemgeräusche in Aktion oder beim ruhigen Stehen
• Blaue oder Birkaugen
• Entropium / Ektropium
• Sichtbare Schneide- oder Fangzähne oder Zunge bei
geschlossenem Fang
FCI-St. N° 269 / 20.03.20267
• Vorbiss über 15 mm
• Schräger Kiefer
• Stark deformierte Rute
• Keine Rute
• Grösse ausserhalb der Toleranz
• Verhältnis der Länge des Nasenrückens zur Kopflänge
weniger als 1/4
N.B.:
• Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte
Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack
befinden.
• Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch
gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden.
Die letzten Änderungen sind in Fettschrift geschrieben.
FCI-St. N° 269 / 20.03.2026
